Wie weit darf die Sprachpolizei gehen?

FDP-Fraktion Mitte: kein Mandat für die Sprachpolizei!

 

In den Medien wird derzeit über einen Antrag aus der letzten Sitzung der BVV-Mitte berichtet. Es geht um die Pflicht zur gegenderten Schriftsprache in BVV-Drucksachen, also auch allen Anfragen und Anträgen, die zur BVV-Sitzung und den Ausschüssen eingereicht werden.

 

FDP-Fraktionsvorsitzender Felix Hemmer erklärt dazu: "Die FDP-Fraktion Mitte gibt der Sprachpolizei kein Mandat! Es soll jeder Fraktion / jeder Verordneten frei bleiben, ob sie gendert. Wir begrüßen es allerdings, wenn die Geschlechter von den Mitwirkenden auch in der Schriftsprache vernünftig Wert geschätzt werden. Dies muss auf freiwilliger Basis erfolgen."

Hemmer fährt fort: "Zudem ist der hier besprochene Antrag handwerklich schlecht gemacht. Die FDP-Fraktion Mitte geht mit gutem Breispiel voran: sie gendert Ihre Anträge mit einem innen liegenden Sternchen und nutzt in ihrer Satzung das generische Femininum. Dieses wäre laut dem vorliegenden Antrag ebenfalls nicht erlaubt, da das männliche Geschlecht fehlen würde. Absurd! Auch die kurze Randfrage muss erlaubt sein: Führen wir diejenigen gar nicht auf, die sich nicht in eine feste Geschlechterrolle stecken lassen?"