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02

Nov

2016

R2G-Verkehrs-Phantasien: keine Vorfahrt für Realität!

Die FDP Fraktion Mitte ist entsetzt über die verkehrspolitischen Mitte-Pläne des Rot-Rot-Grünen Bündnisses auf Landesebene. Zu den veröffentlichten Plänen der Koalitionsverhandlungen erklärt der Verkehrsexperte der Fraktion Bastian Roet:

 

"Die geplante Verkehrspolitik von r2g geht nicht nur an der Lebenswirklichkeit der Menschen in Mitte vorbei. Der autofeindlichen Ideologie wird sogar Vorfahrt vor der Zuständigkeit der Bezirke eingeräumt. Die Schließung der wichtigsten Ost-West Verbindung im Bezirk hätte die Blockade der gesamten Mitte-Straßen in der Umgebung zur Folge. Wir kämpfen doch nicht für fließenden Verkehr auf dem 17. Juni und lassen uns dann UdL dichtmachen"

Mehr ÖPNV Nutzer und mehr Radverkehr gebe es nur, wenn man diese Verkehrsträger attraktiver mache. Saubere und barrierefreie Bahnhöfe und funktionierende Verbindungen steigern die Attraktivität von Bus, Tram und S-Bahn. Für Radfahrer seien die Wege durch Mitte oft gefährlich. Zudem seien fehlende sichere Abstellmöglichkeiten ein Hindernis zur Nutzung des Fahrrades im Stadtverkehr, so Roet.

 

"Das ist doch in der Realität unsere erste Baustelle, bevor man den BürgerInnen die selbstbestimmte Mobilität im eigenen Auto erschwert oder verteuert. Wir wollen nicht mehr Verkehr, aber wir brauchen in Mitte zunächst einmal aus ökologischen und Effizienzgründen fließenden Verkehr."

 

Die Parkraumbewirtschaftung zudem ist Bezirkssache und kann nicht vom Roten Rathaus für ganz Berlin bestimmt werden. Roet weiter: "Als BVV-Fraktion in Mitte werden wir ganz genau hingucken, wo diese Maßnahme notwendig oder gar gewollt ist. Kostenpflichtige Parkvignetten und hohe Parkgebühren steigen nur den Frust und das Falschparken, was dann in erster Linie wieder FahrradfahrerInnen und FußgängerInnen gefährdet."