Do

16

Jun

2016

5. Verkehr

Bernd Bast  / pixelio.de
Bernd Bast / pixelio.de

Die FDP setzt sich für eine Verkehrspolitik, die sich an der Nachfrage durch die Nutzer ausrichtet und die Verkehrsteilnehmer nicht bevormunden und umerziehen will. Eine gute Infrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung unseres Bezirkes.

Fußgänger

 

Fußgänger brauchen vor allem längere Ampelschaltzeiten, zum Beispiel in der Invalidenstraße und Torstraße.

 

Fahrradfahren

  • Der Schutz der Fahrradfahrer gehört zu den drängenden Aufgaben in der Verkehrssicherheit im Bezirk. Wir wissen, dass es nicht die EINE Lösung für jedes Problem gibt. Deshalb sind wir für pragmatische lokale Lösungen in den Kiezen.
  • Bestehende Fahrradwege müssen, wo nötig, saniert werden und unübersichtliche Stellen bzw. besondere Gefährdungspotentiale gebannt werden. Oft sind Fahrradstreifen sinnvoller. Kopfsteinpflaster muss vermieden werden.
  • Ebenfalls sinnvoll sind sogenannte Fahrradschnellstraßen, die entlang der S-Bahn-Linien für ein zügiges Vorankommen sorgen können. Deshalb werden wir für Mitte und ganz Berlin eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, auf deren Basis ein Fahrradschnellwegenetz ausgearbeitet werden soll.
  • Die Fahrradfahrer benötigen mehr Fahrradparkplätze an S-Bahnhöfen in Mitte.  Dies kann auch eigene Parkhäuser für Fahrräder beinhalten.

 

Parken

 

Wir setzen uns für mehr Parkmöglichkeiten in Mitte ein. Mobilität muss auch für Autofahrer möglich bleiben. Wir brauchen deshalb eine effiziente Parkraumbewirtschaftung. Anwohnerparkzonen und kostenpflichtige Parkplätze soll es nur dort geben, wo knapper Parkraum dies zwingend erfordert. Die Beantragung und Verlängerung des Anwohnerparkausweises muss online möglich sein.

 

Zusätzlicher Parkraum durch Parkhäuser und Tiefgaragen kann durch kluge Planungen von Neubauten geschaffen werden. Hierfür sind private Träger einzubinden.


Car Sharing

 

Wir wollen die Rahmenbedingungen für Car Sharing verbessern und die offensichtliche Veränderung des Mobilitätsverhaltens der Menschen unterstützen. Car Sharing unterstützt die Stadtentwicklung auf dem Wege zu mehr Nachhaltigkeit. Car Sharing bedeutet Entlastung der  Flächen, bei der Parkraumsuche, für den Verkehr insgesamt und damit auch bei Stau und Emissionen. Eine Förderung des Car Sharing aus industriepolitischen Gründen lehnen wir jedoch ab.

  • Wir ermöglichen  Car Sharing den Zugang gerade in Zonen mit knappem Parkraum.
  • Einnahmen aus dem Parkraummanagement wollen wir in zusätzlichen Parkraum (Quartiersgaragen) investieren. Wo das nicht wirtschaftlich ist, sollen die Anwohner des Quartiers selbst bestimmen, wofür das Geld ausgegeben werden soll, etwa Parkbänke, Begrünung, Kita-Versorgung, Flüchtlingsintegration, etc.
  • Dort, wo eine Erhöhung der Parkplatzzahl nicht möglich ist, schaffen wir extra Parkplätze für Car Sharing in enger Abstimmung mit den Anwohnern. Ausgangspunkt ist idealerweise ein Quartiersentwicklungsprojekt, bei dem die Anwohner eingeladen werden, ihr Lebensumfeld selbst zu gestalten.


Fließender Verkehr

 

Für die in Mitte angesiedelte Wirtschaft und die hier lebenden Bürgerinnen und Bürger ist es gleichermaßen wichtig, dass Sie von Ort zu Ort kommen.

  • Wir brauchen daher ein Verkehrskonzept für den gesamten Bezirk Mitte, nicht nur partielle kiezbezogene Konzepte. Die Verkehrsführung muss künftig Problem- und Baustellen, Ampelschaltungen und Kreisverkehre stärker berücksichtigen. Fließender Verkehr ist nicht nur wirtschaftlich effizient, sondern auch ökologisch sinnvoll. Der Autoverkehr muss wieder schneller durch Berlin-Mitte geführt werden. Ein negatives Beispiel ist die bauliche Verengung der Friedrichstraße. Da wo sie fehlt, muss die Grüne-Welle (wie z.B. an der Leipziger Str. und Wilhelmstr.) umgehend wieder eingeführt und so weit wie möglich ausgebaut werden. Damit der Verkehr besser fließt, setzen wir uns für mehr Grüne Pfeile beim Rechtsabbiegen ein, zum Beispiel beim Rechtsabbiegen von der Mollstraße in die Otto-Braun-Straße.
  • Die ständige Sperrung der Straße des 17. Juni und der John Foster-Dulles-Allee für Großveranstaltungen legen den Autoverkehr rund um den Tiergarten lahm. Der 17. Juni muss dem fließenden PKW-Verkehr grundsätzlich zur Verfügung stehen.
  • Beim Baustellenmanagement muss mehr auf eine effizientere Verkehrsführung geachtet werden. Dazu ist notfalls auch das Personal der Verkehrslenkung Berlin aufzustocken. Bauverwaltung und Bauunternehmer sollen Prämien für die vorzeitige Beendigung der Baustellen vereinbaren.
  • Am Hauptbahnhof und am Bahnhof Gesundbrunnen gibt es zu wenige Park&Ride-Möglichkeiten. Das wollen wir mit der Deutschen Bahn und Investoren gemeinsam ändern.
  • Wir halten lokale „Runde Tische“ für Verkehrsprojekte für eine kluge Lösung und werden sie vermehrt einrichten.

 

Öffentlicher Nahverkehr

 

Die FDP setzt sich für einen vernünftigen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ein. Tramlinien haben nur dann einen Sinn, wenn sie im eigenen Gleisbett fahren. Ansonsten behindern sie den Verkehr und sind eine große Gefahr für Fahrradfahrer und Fußgänger. Deshalb lehnt die FDP Tramlinien in der Leipziger Straße und der Turmstraße ab. Stattdessen fordern wir die Verlängerung der U-Bahnlinie U5 bis zum U-Bahnhof Turmstraße.