Do

16

Jun

2016

2. Eine moderne Verwaltung

Tim Reckmann  / pixelio.de
Tim Reckmann / pixelio.de

Die Verwaltung in Mitte muss funktionsfähiger und serviceorientierter werden, zum Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger und zur Stärkung des Wirtschaftsstandort Berlin. Eine Studie im Auftrag der Handwerkskammer Berlin stellt der Berliner Verwaltung ein verheerendes Zeugnis aus. Anträge der Unternehmen bleiben demnach zu lange unbearbeitet. Öffentliche Mittel zur Wirtschaftsförderung können nicht abgerufen werden und liegen brach. Der mangelhafte Service schwächt den Wirtschaftsstandort Berlin. Wir werden daran arbeiten, dass die Verwaltung und ganz besonders das Bürgeramt effektiver und digitaler werden.

Bürgeramt

 

Wir brauchen zügiger Termine im Bürgeramt. Die jetzigen Wartezeiten sind nicht akzeptabel. Dringende Angelegenheiten muss der Bürger auch ohne Termin erledigen können.

 

Anträge müssen vereinfacht werden. Das entlastet Bürger und Verwaltung.

 

Unternehmen und Bürger müssen Dienstleistungen online abwickeln können. Das heißt:

  • alle Anträge beim Bezirksamt sollen auch online gestellt werden können. Zumindest aber muss kurzfristig eine rechtssichere Antragstellung zum Beispiel mit Hilfe des Post-Ident-Verfahrens ermöglicht werden.
  • Schnellere Bearbeitung von eiligen Anträgen von Unternehmen

Das Personalmanagement muss insgesamt flexibler werden.

 

Das Bezirksamt sollte verstärkt Shared-Service Center einsetzen, also gleichartige Verwaltungsprozesse zusammenlegen. Das entlastet die Sachbearbeiter. Die Bearbeitung von  Dokumenten lässt sich automatisieren und Fehlerquoten senken.

 

Die Verwaltung soll künftig eher Angestellte mit Tarifvertrag als Beamte beschäftigen.

 

Die Mitarbeiterinne und Mitarbeiter müssen bei der Einführung von neuer IT mitgenommen und unterstützt werden. Wir fordern ein begleitendes Change Management. Zu einer modernen Verwaltung gehört die regelmäßige Fortbildung der Mitarbeiter, insbesondere im Umgang mit neuen Arbeitsmitteln, um die Qualität der Arbeit zu steigern.. Die Teilnahme und Zertifizierung dieser Veranstaltungen müssen bei Beförderungen und Erhöhung von Besoldung zwingend Berücksichtigung finden.

 

Englisch in der Verwaltung

 

Wir Freien Demokraten in Mitte wollen in allen relevanten Verwaltungsbereichen Englisch als ergänzende Verkehrssprache durchsetzen. Mitte ist auch für Menschen außerhalb Deutschlands attraktiv. Sie ziehen zu uns, um Teil der Start-up- oder Kunstszene zu werden. Sie kommen hierher, um ein Unternehmen zu gründen oder um einfach mal eine Weile in dieser tollen Stadt zu leben. Mit der Welt- und Wirtschaftssprache Englisch kann man in Mitte fast überall gut über die Runden kommen, es sei denn, man kommt in Kontakt mit dem Staat.

  • Formulare, Anträge und Informationsmaterialien müssen auch in Englisch zur Verfügung stehen.
  • Wir werden die Fremdsprachenkompetenz der Beschäftigten des Bezirks fördern und weiterentwickeln, damit Kundinnen und Kunden in allen relevanten Bereichen der Bezirksverwaltung auf Wunsch auf Englisch kommunizieren können.
  • Der Schulungsbedarf bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist zielgerichtet zu ermitteln und das  Qualifizierungsangebot gegebenenfalls auszuweiten.


Willkommensbüro


Wir möchten im Bürgeramt Mitte ein Willkommensbüro/Welcome Office nach Hamburger Vorbild einrichten. Es soll den Menschen, die nach Berlin ziehen, als erste Anlaufstelle dienen und das Einleben erleichtern. Wesentliche Dienstleistungen des klassischen Bürgerservice werden hier ebenso angeboten, wie ausländerrechtliche Leistungen oder die Beratung zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse.

 

Das Welcome Office soll auch Unternehmen in Berlin-Mitte bei aufenthaltsrechtlichen Fragen vor der Einstellung ausländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beratend zur Seite stehen.

Die Ausländerbehörde muss dezentral in die Bezirke verlagert werden. Das ist bürgerfreundlicher und die Verknüpfung mit den anderen Dienstleistungen des Bürgeramtes ist einfacher.