1. Bildung und Familien

Helene Souza  / pixelio.de
Helene Souza / pixelio.de

Bildung beginnt bei den Kleinsten. Deshalb sind KiTas so wichtig. Die FDP tritt für vielfältiges Schulsystem im Bezirk Mitte ein, in dem jedes Kind seine Begabungen entfalten kann. Die Bevorzugung eines Schultypus lehnt die FDP ab. Das Geld muss dahin fließen, wo die Schüler sind. Oberste Priorität für die FDP hat dabei die Sanierung der Schulen. Der Sanierungsbedarf in Mittes Schulen liegt bei gut 100 Millionen Euro. Saubere und sanierte Räumlichkeiten sind Voraussetzung für gute Schulen. Bildung kennt keine Grenzen. Die öffentlichen Angebote für lebenslanges Lernen müssen besser werden.

 

Freizeit-, Sport- und kulturellen Angebote wichtig für die Attraktivität unseres Bezirks.
Gerade junge Familien mit Kindern sollen sich in Mitte niederlassen und unsere Kieze als lebendige und lebenswerte Wohnorte erleben.

KiTas in Mitte


Bildung beginnt bei den Kleinsten. Deshalb sind KiTas so wichtig. Verbessern muss sich vor allem Folgendes:

  • Statt über Wartelisten bei den einzelnen KiTas, muss die Anmeldung über eine zentrale Online-Warteliste möglich sein. Alle KiTas, die öffentliche Gelder erhalten müssen sich daran beteiligen. Die Entscheidung, welches Kind in der KiTa angenommen wird, liegt natürlich weiter bei den KiTas. Für die Eltern muss stets transparent sein, auf welchem Platz ihr Kind aktuell steht. Bei der Vergabe eines Platzes, fällt der Name des Kindes umgehend aus allen Listen heraus. Dies macht die Vergabe der Plätze transparenter und vereinfacht die Arbeit der KiTas.
  • KiTa-Gebühren: Die Qualität der Erziehung ist wichtiger als die kostenlose KiTa. Eine gute Ausbildung der Erzieher kostet Geld, ebenso wie ihre angemessene Bezahlung. KiTa-Gebühren bleiben nach dem Einkommen gestaffelt.
  • Wir fordern, dass die KiTa-Öffnungszeiten an die Arbeitszeiten berufstätiger Eltern angepasst werden.

 

Schulen in Mitte

 

Die FDP tritt für vielfältiges Schulsystem im Bezirk Mitte ein, in dem jedes Kind seine Begabungen entfalten kann. Die Bevorzugung eines Schultypus lehnt die FDP ab. Das Geld muss dahin fließen, wo die Schüler sind.

  • Die FDP fordert deshalb die Auflösung der Einzugsbereiche für die Grundschule. Kinder und Eltern müssen die aus ihrer Sicht beste Schule auswählen dürfen.
  • Der Einsatz des Verwaltungspersonals und das Anmeldeverfahren haben so zu erfolgen, dass Eltern und Schulen frühzeitig und verlässlich planen können. Die Schulen in freier Trägerschaft sind in das Verfahren entsprechend einzubeziehen. Im Sommer 2015 erfolgte in Mitte, die Vergabe der Grundschulplätze erst kurz vor den Sommerferien – es fehlten hunderte Plätze. Das ist für alle Beteiligte unzumutbar.
  • Der Bezirk muss die Schulpflicht konsequent durchsetzen, etwa durch gesetzlich bereits vorgesehene Bußgelder. Überforderte Eltern müssen daher zur Bewältigung ihrer erzieherischen Aufgaben mehr Unterstützung durch Schulen und Sozialberater erhalten. Die Anzahl der Schulabbrecher und -schwänzer in Mitte ist zu hoch.
  • Wir wollen Schulen in Mitte ermutigen, dem Vorbild der Herbert-Hoover-Schule im Wedding zu folgen. Eltern, Schüler und Lehrer gemeinsam haben sich dort freiwillig für Deutsch als einzige Sprache auf dem Schulhof entschieden. Gute Deutschkenntnisse sind der Schlüssel zu beruflichem Erfolg und sozialem Aufstieg. Neben unserem Einsatz für frühzeitige Sprachtests und eine maximale Klassenstärke von 20 Schülerinnen und Schülern in Gebieten mit hohem Migrantenanteil wollen wir solche ergänzenden Initiativen fördern.
  • Der Staat muss Schulen in freier Trägerschaft genauso fördern wie alle anderen auch.

 

Saubere und sanierte Schulen

 

Oberste Priorität für die FDP hat die Sanierung der Schulen. Der Sanierungsbedarf in Mittes Schulen liegt bei gut 100 Millionen Euro. Saubere und sanierte Räumlichkeiten sind Voraussetzung für gute Schulen.

  • Die FDP unterstützt das laufende Schulsanierungsprogramm des Bezirks findet aber, dass es schneller als bisher umgesetzt werden muss. Deshalb möchten wir private Investoren mit ins Boot holen Die Investitionskosten zahlt der Bezirk über "Mieten" zurück.
  • Mitte braucht einen Schul-TÜV, um zukünftigen  Bausubstanzverfall frühzeitig zu erfassen.
  • Strenge Qualitätsstandards müssen Eingang in die Ausschreibungsverfahren für Reinigungsleistungen finden.

 

Ausstattung der Schulen

 

  • Schulen brauchen mehr Eigenverantwortung bei der Planung und Nutzung des Budgets, das der Bezirk zur Verfügung stellt. Die Bildung von Rücklagen an jeder einzelnen Schule muss möglich sein. Jede Schule muss Sponsoren zur Unterstützung suchen dürfen. Auch Werbung darf an Schulen deshalb kein Tabu sein.
  • Schulen brauchen Platz. Der Raumbedarf muss jährlich anhand der Schülerzahlen im Schulentwicklungsplan ermittelt werden. Notwendige Erweiterungen müssen zügig umgesetzt werden. Mobile Ergänzungsbauten wie Klassencontainer können nur eine Übergangslösung sein.
  • Es muss ausreichend Personal in den Bezirksämtern vorhanden sein, damit überhaupt die bereitgestellten finanziellen Mittel der Sonderprogramme (z.B. aus dem sog. "SIWA-Fonds") durch die Schulen abgerufen werden können.   Und die Antragsverfahren für diese Mittel müssen vereinfacht werden, damit sie nicht so personalintensiv sind.
  • Die Materialausstattung aller Schulen muss gleichwertig sein. Die FDP lehnt es deshalb ab, etwa Gemeinschaftsschulen bevorzugt auszustatten.
  • Digitalisierung beginnt im Kopf. Schulen in Mitte wollen wir entsprechend modern ausstatten.

Lebensnahe Schulen

 

  • Wir ermutigen Schulen, Patenschaften mit Unternehmen, Verbänden, Verwaltung und sozialen Trägern zu knüpfen, um Schüler frühzeitig mit der Berufswelt in Kontakt zu bringen und eines positives Unternehmerbild zu vermitteln.
  • Unterrichtseinheiten zur Stärkung von Unternehmergeist gehören in den  in den Lehrplan. Hier bieten sich Planspiele und Kooperationen mit Organisationen, wie Network for Entrepreneurship an. 

 

Lebenslanges Lernen erleichtern

 

Bildung kennt keine Grenzen. Die öffentlichen Angebote für lebenslanges Lernen müssen besser werden.

  • Die Bezirksbibliotheken brauchen längere Öffnungszeiten und ein besseres digitales Angebot.
  • Die bezirklichen Musikschulen wollen wir sichern und weiterentwickeln. Für private Unterrichtsanbieter wollen wir den Zugang zu geeigneten, bezirkseigenen Räumlichkeiten verbessern.

 

Familien in Mitte

 

Freizeit-, Sport- und kulturellen Angebote wichtig für die Attraktivität unseres Bezirks.
Gerade junge Familien mit Kindern sollen sich in Mitte niederlassen und unsere Kieze als lebendige und lebenswerte Wohnorte  erleben.

  • Die FDP Berlin-Mitte fordert ein integriertes kommunales Kinder- und Jugendkonzept, um die Kompetenzen der zuständigen Behörden wie Jugend-, Schul_, Sozial- und Ordnungsamt mit ihren noch vielfältigen Projekten bündeln.
  • Wir fordern im Bezirksamt einen einheitlichen Ansprechpartner für Familien, um unnötige Wege zu vermeiden: Alle familienbezogenen Anträge, wie die Anmeldung der Geburt eines Kindes, der Antrag auf Mutterschafts- und Kindergeld, Elterngeld, Betreuungsgeld oder Elternzeit, Unterstützung für Alleinerziehende, Beantragung des KiTa-Gutscheins oder die Bewerbung um einen KiTa-Platz sowie der Antrag auf einen Kinderreisepass sollen bei einer Stelle im Bezirksamt Mitte konzentriert und beantragt werden können. Die mehrfache Einreichung derselben Dokumente bei unterschiedlichen Ämtern schaffen wir ab. Die Liste der in ganz Berlin tätigen Tagesmütter muss im Internet stehen.